Schlossplatz: Irritation über Grünflächen-Pläne — FDP fordert realistische Prioritäten

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Handeln statt Träumen

Mit Unverständnis reagieren die FDP-Politiker Vincent Schwarz und Björn Försterling auf die kürzlich vorgestellten Pläne zur Begrünung des Schlossplatzes und weiterer Flächen in Wolfenbüttel. Dabei betonen der Bürgermeisterkandidat und der Landratskandidat ausdrücklich, dass sie zusätzliche Grünflächen oder Bäume grundsätzlich begrüßen. Aus ihrer Sicht gehe es vielmehr um eine sinnvolle Prioritätensetzung angesichts der angespannten Haushaltslage.

„Wir verabschieden im Rat der Stadt Wolfenbüttel ein Sparkonzept und diskutieren gleichzeitig darüber, den erst vor Kurzem sanierten Schlossplatz erneut für mehr als eine Million Euro umzubauen. Das versteht doch niemand mehr“, kritisiert FDP-Ratsherr und Bürgermeisterkandidat Vincent Schwarz. Er erinnert daran, dass der frühere FDP-Ratsherr Rudolf Ordon die Sanierung des Schlossplatzes bereits damals kritisch begleitet und wiederholt darauf hingewiesen habe, dass dabei Grünflächen, Bäume und natürliche Verschattung verloren gingen.

Auch FDP-Landratskandidat Björn Försterling hält die jetzt vorgestellten Pläne für unverhältnismäßig. „Natürlich brauchen wir mehr Verschattung auf dem Schlossplatz. Dafür müssen wir aber nicht gleich den gesamten Platz wieder umbauen“, so Försterling. Stattdessen könnten die bereits vorhandenen mobilen Schattenspender auf dem Schlossplatz und in der Fußgängerzone kostengünstig erweitert werden. Diese Lösungen seien flexibler einsetzbar und könnten bei Veranstaltungen zusätzlich als Sicherheitsbarrieren dienen.

Schwarz und Försterling sind sich einig, dass sich mit mobilen Lösungen schneller und wirtschaftlicher Verbesserungen erreichen ließen als mit einer erneuten millionenschweren Umgestaltung des Schlossplatzes. Angesichts eines Gesamtvolumens der vorgestellten Maßnahmen von mehr als zehn Millionen Euro mahnen beide zu mehr finanzpolitischem Realismus.

„Auch die Stadt Wolfenbüttel kann kein Geld drucken. Deshalb müssen wir genau abwägen, welche Maßnahmen wirklich notwendig sind und welche wir uns aktuell leisten können“, so die beiden FDP-Kandidaten.