Mehr Auslaufmöglichkeiten, eine bessere Infrastruktur und weniger Gegeneinander – Thomas Becker fordert, die Bedürfnisse von Hund und Mensch bei der Stadtentwicklung stärker zu berücksichtigen
Hunde gehören für viele Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler selbstverständlich zum täglichen Leben. Trotzdem werden ihre Bedürfnisse und die ihrer Halter bei der Gestaltung des öffentlichen Raums bislang zu wenig berücksichtigt. Thomas Becker, Kandidat der FDP für den Wolfenbütteler Stadtrat und den Kreistag, fordert deshalb, Stadt und Landkreis Schritt für Schritt hundefreundlicher zu gestalten.
„Wir sprechen viel über Lebensqualität in unserer Stadt. Dazu gehört für mich, dass auch Menschen mit ihrem Hund gute Bedingungen vorfinden. Wolfenbüttel hat viele Grünflächen und kurze Wege ins Grüne – aber gerade im Stadtgebiet können wir noch einiges besser machen“, erklärt Becker.
Mehr geeignete Flächen für Hunde
Ein Schwerpunkt solle dabei auf geeigneten Auslauf- und Begegnungsmöglichkeiten liegen. Nicht überall könnten Hunde frei laufen, gleichzeitig benötigten insbesondere Menschen, die mitten in der Stadt wohnen, erreichbare Möglichkeiten, ihren Hunden ausreichend Bewegung zu ermöglichen.
Deshalb solle die Stadt prüfen, an welchen geeigneten Stellen zusätzliche Hundeauslaufflächen eingerichtet oder bestehende Flächen verbessert werden können, findet Becker. Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, Parks oder andere öffentliche Bereiche ausschließlich für Hunde zu reservieren.
„Eine hundefreundliche Stadt bedeutet nicht, dass Hunde überall frei herumlaufen. Gute Lösungen berücksichtigen Spaziergänger, Familien, Radfahrer und Menschen, die vielleicht sogar Angst vor Hunden haben“, so Becker. „Klare Regeln und geeignete Flächen schaffen mehr Freiheit und gleichzeitig weniger Konflikte.“
Praktische Infrastruktur statt neuer Verbote
Auch bei der Infrastruktur sieht Becker Verbesserungsmöglichkeiten. Ausreichend Abfallbehälter und Hundekotbeutelspender an stark frequentierten Wegen und Grünanlagen seien kleine Maßnahmen, die einen spürbaren Unterschied machen könnten.
Schon vergangenes Jahr hatte Becker auf fehlende Behältnisse aufmerksam gemacht und damit eine Diskussion in den Medien initiiert. Die Wiese Am Exer hat seitdem endlich einen Mülleimer für Hundekot bekommen.
Dabei sieht Becker auch die Hundehalter selbst in der Verantwortung: „Wer einen Hund hält, übernimmt Verantwortung – für das Tier und für seine Umgebung. Dazu gehört selbstverständlich, Hinterlassenschaften zu beseitigen und Rücksicht auf andere zu nehmen. Die Stadt sollte verantwortungsvolles Verhalten aber durch eine vernünftige Infrastruktur erleichtern.“
„Kommunalpolitik muss nicht jedes Problem mit einem neuen Verbot beantworten“, so Becker abschließend. „Manchmal reichen ein geeigneter Platz, ein Mülleimer an der richtigen Stelle und etwas gegenseitige Rücksichtnahme. Genau solche pragmatischen Lösungen, die auf Eigenverantwortung setzen, wünsche ich mir für Wolfenbüttel.“


