FDP-Kandidaten stellen Schwerpunkte für den Landkreis vor: Bildung, Gesundheit, Mobilität, Wirtschaft und Ehrenamt

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Die vier FDP-Kreistagskandidaten Björn Försterling, Bettina Otte-Kotulla, Jonathan Möller und Max Weitemeier haben ihre politischen Schwerpunkte für die kommende Wahlperiode vorgestellt. Bildung, Gesundheit, Mobilität, Wirtschaft und Ehrenamt sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Die vorliegenden politischen Schwerpunkte setzen dabei auf konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen und auf eine stärkere Entwicklung des gesamten Kreisgebiets – von der Stadt Wolfenbüttel bis in die ländlichen Ortsteile. „Politik darf sich nicht nur im abstrakten Raum bewegen, deshalb wollen wir die Themen in den Mittelpunkt rücken, die die Menschen alltäglich beschäftigen“, so Björn Försterling, der im Wahlbereich I für den Kreistag kandidiert.

Bildung soll eine zentrale Priorität werden. In den ersten 100 Tagen soll geprüft und vorangetrieben werden, wie Schulen moderner ausgestattet, digitale Lernmöglichkeiten ausgebaut und neue Lernräume geschaffen werden können. Dazu gehören auch Maßnahmen gegen Lerndefizite, die Stärkung der Verbindung zwischen Schulen und Vereinen sowie eine verlässliche und transparente Förderung von Kindern unabhängig vom Wohnort. „Unsere Idee der Sommerschule hat zwar wenig Anklang bei den anderen Parteien gefunden, aber in vielen Gesprächen mit Eltern ist klar geworden, dass es einen Bedarf und den Wunsch nach Sommerschulen gibt, um Lerndefizite ausgleichen zu können“, schildert Max Weitemeier, Kreistagskandidat im Wahlbereich IV für Sickte, Cremlingen und Baddeckenstedt, die Eindrücke von den vielen Gesprächen im Wahlkampf.

Bei der Gesundheitsversorgung steht die Erreichbarkeit vor Ort im Mittelpunkt. Vorgesehen sind Initiativen, um mehr Ärztinnen und Ärzte für den Landkreis zu gewinnen, Telemedizin auszubauen und insbesondere im ländlichen Raum mobile Gesundheitsangebote zu stärken. Ziel ist eine Gesundheitsversorgung, die sich stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert. Hierzu sagt Bettina Otte-Kotulla, die FDP-Kandidatin auf Platz 1 im Wahlbereich II: „Wir brauchen Gesundheitsansprechpartner in jedem Ort. Früher gab es die sogenannte Dorfschwester, darauf aufbauend wollen wir für eine niedrigschwellige Versorgung im ländlichen Raum sorgen.“

Ein weiterer Schwerpunkt ist Mobilität im gesamten Kreisgebiet. Auch Menschen in kleineren Ortschaften sollen gut erreichbar bleiben. Deshalb soll insbesondere der öffentliche Nahverkehr gesichert und dort weiterentwickelt werden, wo bislang Lücken bestehen. Gleichwertige Lebensverhältnisse sollen nicht von der Postleitzahl abhängen. „Ob jung oder alt, der Anschluss an das Leben ist entscheidend für die Frage, wo jemand hinzieht oder wohnen bleibt. Deshalb müssen wir die Anbindungen stärken und Effizienzgewinne durch Wettbewerb für mehr Verkehrsleistungen nutzen“, erklärt Jonathan Möller, Kandidat im Bereich Elm-Asse, Schladen und Oderwald.

Wirtschaft und Arbeitsplätze bilden einen weiteren Schwerpunkt. Gewerbeflächen sollen dort ermöglicht werden, wo sie sinnvoll und mit den Interessen der Kommunen vereinbar sind. Gleichzeitig sollen regionale Unternehmen unterstützt, Innovationen in der Region gehalten und die wirtschaftlichen Potenziale der Ostfalia-Region besser genutzt werden. Ziel ist es, Arbeitsplätze im Landkreis zu sichern und neue Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigte zu schaffen. „Wirtschaftsförderung muss zentrale Aufgabe des neuen Landrats werden“, fordert Björn Försterling, der zugleich für diesen Posten kandidiert.

Auch Ehrenamt und Dorfgemeinschaften sollen stärker in den Mittelpunkt der Kreispolitik rücken. Die Vereine, Initiativen und engagierten Menschen in den Ortschaften leisten einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. In den ersten 100 Tagen sollen deshalb Möglichkeiten geprüft werden, wie ehrenamtliches Engagement durch Verwaltung und Kommunalpolitik stärker unterstützt und bürokratische Hürden reduziert werden können.

Beim Klima- und Umweltschutz wird ein pragmatischer Ansatz formuliert. Klimafreundliche Energieversorgung, eine sichere Wasserversorgung und ein besserer Katastrophenschutz sollen miteinander verbunden werden. Gleichzeitig soll Klimaanpassung stärker regional gedacht werden, etwa mit Blick auf zunehmende Wetterextreme.

Über allen Bereichen steht das Ziel, Stadt und ländlichen Raum gemeinsam zu entwickeln. Digitalisierung, Bürgernähe, leistungsfähige Infrastruktur und gute Rahmenbedingungen für Ehrenamt und Wirtschaft sollen dazu beitragen, dass die unterschiedlichen Orte im Landkreis gleichermaßen Zukunftsperspektiven haben.