FDP im Gespräch mit lokalen Unternehmern: Tradition und Innovation bei Dachdeckermeister Linde

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Wolfenbüttel. Im Gespräch mit lokalen Firmen traf sich die FDP aus Stadt und Kreis mit der Dach- und Holzbaufirma Linde. Bei dem zweistündigen Austausch ging es um die Lage der Firma selbst, aber auch der Handwerksbetriebe in Wolfenbüttel im Allgemeinen. „In Wolfenbüttel nimmt man noch das Telefon in die Hand, um Dinge auf kurzem Wege zu klären und möglich zu machen“, so Firmenchef Uwe Linde. „Die Geschäfte laufen derzeit gut. Mit den aktuell 30 Festangestellten, darunter 6 Auszubildende, ginge sogar noch mehr, aber wir geraten tatsächlich an unsere Wachstumsgrenzen“, so Linde weiter.

Wichtig für den Standort: Die duale Ausbildung vor Ort, so FDP-Kreisvorsitzender Björn Försterling zur Situation der Berufsbildenden Schulen, die demnächst im Kreistag Thema sein wird: „Es wurde nochmal deutlich, wie wichtig der Berufsschulstandort in Wolfenbüttel ist. Wenn wir vom Landkreis aus Lehrgänge streichen, machen wir es hiesigen Firmen unnötig schwer.” Daher war es für den Kreistagsabgeordneten Björn Försterling auch gar keine Frage, dass im Rahmen der anstehenden notwendigen Sanierungsarbeiten an der Berufsbildenden Schule diese auch gestärkt werden soll.

Ein weiteres Lob ging an die Wolfenbütteler – ob öffentliche Hand oder Privatperson: Die Zahlungsmoral ist hervorragend. „Wir mussten keine 400 Euro im vergangenen Jahr abschreiben. Notfalls entwickeln wir gemeinsam individuelle Zahlungspläne mit unseren Kunden, aber oft ist das Geld pünktlich auf dem Konto. Da mag aber auch mit unserer langen Geschichte in Wolfenbüttel zusammenhängen: was für uns als Betrieb in der vierten Generation gilt, gilt natürlich auch für die Kunden – wir kennen viele seit Jahrzehnten“, so der Firmenchef und sein Sohn Maximilian Linde, der die Firma später übernehmen soll.

„Gerade in Zeiten des Wandels zeigt sich doch, wie unverzichtbar das Handwerk und insbesondere lokale Familienunternehmen für die deutsche Wirtschaft sind. Sie stehen für Verlässlichkeit, Qualität und echte Verantwortung – nicht nur gegenüber ihren Kunden, sondern auch gegenüber ihren Mitarbeitenden und der Region. Dass mit Maximilian Linde bereits die vierte Generation im Betrieb aktiv ist und die Zukunft des Unternehmens mitgestaltet, erfüllt mich mit großer Zuversicht. Er bringt frische Impulse ein, etwa durch innovative Dachvermessungen mithilfe moderner Drohnentechnik und spezialisierter Softwareprogramme. Gleichzeitig wird in den nächsten Jahren die Weitergabe des handwerklichen Erfahrungswissens der älteren Mitarbeiter an die nachkommende Generation eine große Aufgabe und Herausforderung“, erklärt der Bürgermeisterkandidat der FDP Vincent Schwarz.

Ein weiteres Thema, das die FDP-Vertreter aus dem Gespräch mit in den Kommunalwahlkampf nehmen werden, ist die Restauration der Innenstadt. Aus ihrer Erfahrung machen sich Uwe und Maximilian Linde um eine Sache Sorge: der wunderschöne Bestand an Fachwerkhäusern in der Innenstadt, besonders der Fußgängerzone, ist Fluch und Segen zugleich. Die Restauration ist aufwändig und teuer und schon jetzt sind viele Häuser sanierungsbedürftig.