„Wenige Städte in Niedersachsen haben so viel Potenzial“ – FDP zum Austausch mit der Landesmusikakademie in Seeliger-Villa

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Wolfenbüttel. Von Hochkultur bis Subkultur: Wolfenbüttel hat viel zu bieten, braucht aber ein besseres Schaufenster. Das war ein Fazit des Gesprächs zwischen dem Leiter der Landesmusikakademie Markus Lüdke und Vertretern des FDP-Stadtvorstands samt dem FDP-Bürgermeisterkandidaten Vincent Schwarz.

Für sein eigenes Haus und dessen Rolle als Bildungsstätte des Landes Niedersachsen war Lüdke positiv gestimmt. Selbst die Wolfenbütteler Schulorchester, wegen der räumlichen Nähe eigentlich nicht die Kernzielgruppe der Akademie, nutzten die Räumlichkeiten gerne für Proben. Bald weitete Lüdke den Blick über die LMA hinaus auf die Kulturszene der Stadt: „Auf sehr kleinem Raum haben wir die Kommisse, das Prinzenpalais, die Hauptkirche BMV und natürlich unser Haus hier im Seeliger-Park – das ist ein gewaltiges Potenzial, auch im Vergleich zu anderen Städten.“

Eine Einschätzung, die auch Vincent Schwarz teilt: „Nur wenige Städte vergleichbarer Größe in Niedersachsen haben so viel zu bieten wie Wolfenbüttel: Die klassischen Veranstaltungsorte wie das Lessingtheater, das Schloss mit Innenhof oder die kleinen, feinen Säle bieten die volle Bandbreite von Klassik bis Jazz. Rockabilly, Gothic und andere Subkulturen sind in der Kuba-Halle zu Hause. Und mit dem Rockbüro hat auch der Nachwuchs einen Ansprechpartner.” Für die Zukunft sehe Schwarz die Aufgabe, all das besser zu nutzen und Angebote sichtbarer zu machen.

Ein Veranstaltungskalender, der sowohl für Anbieter als auch für potenzielle Besucher gut zu bedienen ist, könnte helfen, fanden sowohl die Liberalen als auch Lüdke. „Das kann die Stadt sich zur Aufgabe machen – vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Landkreis”, sagte Schwarz.

Kultur müsse sichtbar und erfahrbar sein, gerade für Menschen, die sonst weniger mit ihr in Kontakt kommen. „Formate wie das Summertime Festival haben eindrucksvoll gezeigt, wie es gelingen kann, junge Menschen für Kultur zu begeistern und aktiv in den Gestaltungsprozess einzubinden“, erklärte der FDP-Bürgermeisterkandidat und ergänzte: „Gleichzeitig bietet sich auch die Möglichkeit, die Schulen noch stärker in die kulturellen Angebote der Stadt einzubinden. Die Zusammenarbeit der Orchesterklassen der drei Wolfenbütteler Gymnasien mit der Landesmusikakademie ist ein gutes Beispiel dafür. Zukünftig ließen sich auch die Museen, das Lessingtheater oder aber auch die Herzog-August-Bibliothek noch stärker zu Kooperationspartnern entwickeln.“